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9. Buddylauf

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Jugendliche mit Behinderung beim Stadtlauf dabei

Beim Bitburger Stadtlauf, der vom Laufportal des Trierischen Volksfreunds präsentiert wird, sind Sportler/innen mit und ohne Beeinträchtigung seit jeher willkommen. Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung trainieren gemeinsam für das Sportereignis.

Früher Freitagnachmittag in der Sporthalle des Bitburger Gymnasiums. Eigentlich könnten die Schüler längst auf dem Weg ins Wochenende sein. Doch statt dessen bauen gut zwei Dutzend Mädchen und Jungen einen Hindernis-Parcours auf. Was wie ein gewöhnliches Sportspiel aussieht, ist mehr. Die Jugendlichen klettern über Kästen und kriechen unter Bänken durch. Immer zu zweit, ein Gymnasiast und ein Schüler der St.-Martin-Förderschule.

Was in der Anfangszeit "Behinderten-Sport-AG" hieß, kennt man am St.-Willibrord-Gymnasium nur noch als "BAG". Die Jugendlichen der St.-Martin-Schule werden "BAGs" oder "BAGis" genannt. Einmal pro Monat treffen sich die Gymnasiasten der achten bis 13. Klasse mit den Werkstufen-Schülern zu gemeinsamen Sport.

"Das ist für unsere Leute ein weiteres Freizeitangebot und steigert deren Selbstvertrauen. Es ist auch eine Möglichkeiten Kontakt zu Gleichaltrigen aufzubauen", erklärt Marco Fandel. Außer der Sport- gibt es im Bitburger Haus der Jugend montags und dienstags eine BAG, in der Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam ihre Freizeit verbringen. Zusammen geht es am Sonntag den 10.09 (ab 10 Uhr) beim Bitburger Stadtlauf beim sogenannten Buddylauf auf die Strecke. Nicht-Behinderten betreuen und motivieren dabei Läufer mit Handicap.

Dass das beiden Seiten etwas bringt, zeigt die Sport-BAG: Viele hätten Angst, mit Behinderten in Kontakt zu treten, sagt Anna Loch. "Hier lernen wir die Leute kennen und bekommen gezeigt, wie man mit ihnen umgeht. Es sind einfach ganz normale Menschen", findet die 15-jährige Gymnasiastin. "Die BAGs freuen sich über jede Kleinigkeit", erzählt die ein Jahr jüngere Mia Neises über ihre Erfahrungen.

"Berührungsängste werden abgebaut", bestätigt Renate Richartz, die zusammen mit Karina Hauer die Sport-BAG leitet. Das schließt auch Ängste vor Körperkontakt ein. Denn oft müssen die Gymnasiasten die BAGs an die Hand nehmen und beispielsweise um ein Hindernis führen.

die St.-Martin-Schüler sind jedenfalls begeistert: "Die Sport-BAG macht viel Spaß", sagt der 19-jährige Dominik und seine zwei Jahre jüngere Klassenkameradin Julia ergänzt: "Alle sind nett zu uns." Als Fandel sie fragt, welche Strecke sie beim Stadtlauf rennen will, ein oder fünf Kilometer, antwortet Julia wie aus der Pistole geschossen: "Fünf!